Moers · Kamp-Lintfort · Neukirchen-Vluyn · Rheinberg
Moers · Kamp-Lintfort
Neukirchen-Vluyn · Rheinberg
Angeboten wird eine dreijährige generalistische Pflegeausbildung und die kürzere Pflegefachassistenz, ergänzt durch Fort- und Weiterbildungen zur Praxisanleitung. So entsteht ein durchlässiges Stufenmodell, das Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, sich immer weiterzuentwickeln und an ihre Schule zurückzukehren. Dabei werden Theorie und Praxis konsequent verzahnt, denn Dozentinnen und Dozenten besuchen regelmäßig die Einrichtungen, begleiten Auszubildende vor Ort und stehen eng mit Praxisanleiter und Praxisanleiterinnen im Dialog.
Auch Offenheit wird an den Berufsschulen gelebt. Überall wurde sich bewusst für internationale Auszubildende geöffnet und dafür gezielt in Sprachförderungsprogramme investiert. Ohne Fachkräfte aus dem Ausland ist der Pflegebedarf nämlich nicht zu decken. ,,Wir verstehen uns als multikulturelle Stiftung in einem multikulturellen Umfeld (…).“ unterstreicht Markus Schroller, Akademieleiter der Bathanien Akademie Moers.
Da zu guter Letzt auch Material mitentscheidend ist, soll außerdem allen Auszubildenden das beste Equipment geboten werden. Hierfür wird mit Tablets, digitalen Plattformen, Simulationslaboren oder VR-Brillen gearbeitet.
Wie dieses Grundkonzept im Alltag aussieht, lässt sich an der Pflegeschule im Verbund für die Krankenhäuser in Kamp-Lintfort, Xanten, Moers und Geldern besonders anschaulich nachvollziehen.
Mit 280 Ausbildungsplätzen und vier Partnerstandorten ermöglicht sie eine wohnortnahe Ausbildung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Hier wird die Idee der ganzheitlichen Begleitung besonders konsequent gelebt. Jede Auszubildende und jeder Auszubildende erhalten ein vorkonfiguriertes Tablet, das nach dem Abschluss behalten werden darf. Zweimal pro Woche findet eine eigene Sprachschule statt, und die Unterstützung geht weit über das Fachliche hinaus, denn Lehrkräfte helfen beim Einleben in der Region.
Die Wirkung zeigt sich an dem Punkt, an dem die Auszubildenden zurückkommen. ,,Diese Wiederkehrerquote ist unser größtes Kompliment.“, so Leiterin Christina Knapstein. Die Schulleitung selbst hat ihre eigene Ausbildung an dieser Schule gemacht – ein Umstand, der den Kreislauf aus Bindung und Weitergabe auf persönlichster Ebene verkörpert.

Andre Geurtz
M.A. Akademieleiter Lehrer für Pflegeberufe, Gesundheits- und Krankenpfleger.






Die Kolping Pflegeschule Moers ist eine Berufsfachschule in freier Trägerschaft, die bewusst unabhängig von einem einzelnen Krankenhausverbund arbeitet. Neben den beiden Pflegeausbildungen bietet sie ein besonders breites Spektrum:
Refresher-Kurse, Qualifikationen für Betreuungskräfte, Behandlungspflege-Schulungen sowie Vorbereitungskurse und Kenntnisprüfungen für international ausgebildete Pflegekräfte – ein Angebot, das die anderen Schulen in dieser Form nicht haben.
Was die Kolping Pflegeschule besonders von den anderen unterscheidet, ist ihr SimLab: ein Simulationslabor, in dem mit einer elektronischen Pflegepuppe oder Schauspielenden realitätsnahe Situationen nachgestellt, per Video aufgezeichnet und anschließend ausgewertet werden. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der Fokus auf Nachhaltigkeit: Eine eigene Nachhaltigkeits-AG mit grünem Klassenzimmer verankert ökologisches Denken bereits in der Ausbildung. Bei einem internationalen Anteil von 50 bis 70 Prozent je Kurs verfügt die Schule über besondere Erfahrung in der kultursensiblen Didaktik. Schulleiterin Sabine Höcker benennt entsprechend ,,Digitalisierung, Migration und Nachhaltigkeit“ als die drei Megatrends, die ,,prägend für die berufliche Bildung in der Pflege“ sind.

Sabine Höcker
Leitung








Das Neukirchener Berufskolleg bildet an seiner Fachschule für Sozialpädagogik staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher aus. Die dreijährige Ausbildung erfolgt in der praxisintegrierten Form (PiA): Zwei Tage pro Woche lernen die Auszubildenden in der Schule, drei Tage arbeiten sie in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Blocktage und Blockwochen ergänzen das Programm zur Vertiefung einzelner Inhalte. Pro Jahrgang stehen 50 Ausbildungsplätze bereit, wovon 25 beim Träger selbst und 25 bei externen Einrichtungen in der Region absolviert werden. Während der gesamten Ausbildung werden die Auszubildenden individuell begleitet. Viermal jährlich besuchen Lehrkräfte sie am Praxisort, wo gemeinsam mit der Praxisanleitung reflektiert und bewertet wird. Mit nur 150 Auszubildenden insgesamt bleibt das Lernumfeld persönlich, und der Unterricht in wechselnden Gruppengrößen ermöglicht ein angepasstes Lerntempo.
Zusätzlich erzählt Schulleiterin Petra Richter: ,,Wir kooperieren regional sowohl mit internen als auch mit externen sozialpädagogischen Einrichtungen (Jugendhilfe, Kita, OGS, Eingliederungshilfe).“, was wirklich echten Einsatz für die Azubis bedeutet. Da sich die Auszubildenden durch die PiA-Form bereits während der Ausbildung an einen Träger binden, ist eine direkte Übernahme nach dem Abschluss die Regel. Da schließt sich das Kreis hinsichtlich der Hoffnung, dass Absolventinnen und Absolventen in der Region ihre Wurzeln schlagen.





