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Berufsbildungs Campus Moers

Vier Schulen unter einem Dach

Im August 2025 wurde der größte BerufsbildungsCampus in NRW am Standort Moers feierlich eröffnet. Vier berufsbildende Schulen, das Berufkolleg für Technik Moers, das Hermann-Gmeiner-Berufskolleg, das Mercator Berufskolleg sowie die Berufsfachschule für Pflege und Gesundheit finden hier zu einem zentralen Bildungszentrum zusammen.
Seit dem Schuljahr 2025/26 werden hier mehr als 5000 Schülerinnen und Schüler beschult – in modernen funktionalen Räumen, die den Anforderungen zeitgemäßer beruflicher Bildung gerecht werden. Der BerufsbildungsCampus Moers (BCM) steht für eine neue Ära beruflicher Bildung – mit deutlich verbesserten Rahmenbedingungen für Lernende und Lehrende und für Offenheit, Wertschätzung und individuelle Förderung. Damit trägt der BCM maßgeblich zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes bei. Berufliche Bildung ist eine Investition in die Zukunft – wer hier ausgebildet wird bleibt meist in der Region, arbeitet hier und gestaltet die Zukunft vor Ort mit.
Der BerufsbildungsCampus setzt auf Offenheit im doppelten Sinne. Die Architektur ist einladend und lichtdurchflutet. Die Fachräume verfügen über eine pädagogisch hochwertige Ausstattung und moderne digitale Infrastruktur. Diese Offenheit wird genauso pädagogisch gelebt. Wertschätzung, Mitbestimmung und individuelle Förderung – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder bisheriger Bildungsbiografie sind allen vier Schulen gemeinsam. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis und die Orientierung an den Anforderungen der Wirtschaft spiegelt sich in den Lerninhalten. Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Energiewende und Robotik werden in den modernen Lernräumen erlebbar gemacht.

Das Berufskolleg für Technik Moers

Das Berufskolleg für Technik unter der Leitung von Peter Dischhäuser versteht sich als technisches Bildungszentrum der Region.

Die Bildungsgänge reichen von der Ausbildungsvorbereitung über Berufsfachschulen in Ingenieurtechnik, Elektrotechnik sowie Informations- und Gestaltungstechnik bis zur Fachschule für Technik. Im dualen System wird in zentralen gewerblich-technischen und handwerklichen Berufen ausgebildet. Die Optionen für Auszubildende erstrecken sich hier von Metall- und Elektrotechnik über Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis hin zur Informationstechnik und Fahrzeugtechnik. Das sind Berufsfelder, die systemrelevant sind für Infrastruktur, Energieversorgung, Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung und die durchgängige Fachrichtung Ingenieurtechnik ermöglicht jungen Menschen unabhängig vom Schulabschluss den Einstieg in technische Zukunftsberufe und bietet echte Aufstiegsperspektiven.

Mercator Berufskolleg – Wirtschaft und Verwaltung

Das Mercator Berufskolleg ist der kaufmännische Pfeiler des Campus. Sieben vollzeitschulische und dreizehn duale Bildungsgänge decken ein breites Spektrum ab – von der Ausbildungsvorbereitung über Erst- und Mittleren Schulabschluss bis hin zu Fachabitur und Allgemeiner Hochschulreife. Im dualen System wird in dreizehn kaufmännischen Berufen ausgebildet, u. a. im Einzelhandel, in der Logistik und in medizinischen Fachberufen – allesamt Bereiche mit hohem regionalem Fachkräftebedarf.

Rund 1.887 Lernende werden von 95 Lehrkräften, zwei Schulsozialarbeiterinnen und einer Sonderpädagogin begleitet. Neben Fachkompetenzen setzt die Schule auf ganzheitliche Bildung, darunter Verbraucher- und Finanzbildung sowie Gesundheitsförderung im Arbeitsalltag.

Stolz ist die Schule auf die Ermöglichung von Auslandspraktika – ,,ganz im Sinne Gerhard Mercators.“ greift der Schulleiter (Name fehlt) auf.

Berufskolleg Hermann Gmeiner – Gesundheit, Soziales und Ernährung

Das Berufskolleg Hermann Gmeiner deckt die Bereiche Gesundheit und Soziales, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Körperpflege ab. Alle Schulabschlüsse – vom Ersten Schulabschluss bis zum Berufsbachelor – sind erreichbar. Theorie und Praxis sind durch integrierte Praktika in allen Bildungsgängen eng verzahnt.

Die Fachschulen bieten vollständige Berufsausbildungen in Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege sowie schulische Abschlüsse u. a. in Sozialassistenz, Kinderpflege und Ernährungs-/Versorgungsmanagement. In der Abteilung Körperpflege ist auch die duale Friseurausbildung möglich. Die Schule kooperiert eng mit Krankenhäusern, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie weiteren Partnern und führt regelmäßig integrative Projekte durch.

Die Ausbildungsbereiche werden jedoch nicht zufällig gewählt, sondern Schulleiterin Andrea Braun bezeugt: ,,Wir bilden aus oder bereiten vor auf Berufsausbildungen in expliziten Mangelberufen im Sozial- und Gesundheitswesen.“

Berufsfachschule für Pflege und Gesundheit

Die Berufsfachschule des Kreises Wesel bildet Pflegefachkräfte und Pflegefachassistent*innen aus und bietet die Weiterbildung zur Praxisanleitung an. Die generalistische Ausbildung orientiert sich an der aktuellen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung und qualifiziert für alle Pflegesettings – von der Alten- über die Kranken- bis zur Kinderkrankenpflege.

Herr Mangold berichtet, dass die Lerninhalte konsequent an realen Beispielen aus der Praxis ausgerichtet sind. Diese werden ergänzt durch praktische Übungen in Demonstrationsräumen. Während der Praxisblöcke werden die Auszubildenden von Lehrkräften begleitet und erhalten lernstandsgerechte Aufgaben. Die Schule kooperiert mit zahlreichen regionalen Pflegeeinrichtungen als Ausbildungsträger. Durch wohnortnahe Einsätze lernen die Auszubildenden die Einrichtungen vor Ort kennen und bleiben ihnen häufig auch nach dem Abschluss als Fachkräfte erhalten.

,,Durch den demografischen Wandel werden im Kreis Wesel in den nächsten Jahren weitaus mehr Pflegekräfte benötigt, so dass die Schule einen wichtigen Anteil daran hat, genügend Fachkräfte in der Pflege auszubilden.“ – Gernod Mangold. – Highlightzitat

Die wirtschaftliche Zukunft der wir4-Region entscheidet sich auch in unseren Klassenräumen und Werkstätten. Wer hier lernt, bleibt häufig hier, arbeitet hier und gestaltet hier seine berufliche Zukunft. Berufliche Bildung ist für uns immer auch aktive Standortpolitik.

Peter Dischhäuser
Schulleiter – Berufskolleg Technik

In einer überalternden Gesellschaft spielt der Pflegeberuf eine zentrale Rolle. Unsere Schule hat einen wichtigen Anteil daran, genügend Fachkräfte für die Region auszubilden – mit moderner Ausstattung und einer wertschätzenden Haltung gegenüber unseren Auszubildenden.

Gernot Mangold
Schulleiter – Berufskolleg Pflege und Gesundheit

Unsere Schülerschaft ist durch eine ausgeprägte soziale, kulturelle und biografische Vielfalt gekennzeichnet. Diese Heterogenität begreifen wir als Chance für demokratisches Lernen – Wertschätzung, Mitbestimmung und individuelle Förderung sind zentrale Prinzipien unseres Handelns.

Andrea Braun
Schulleiterin – Hermann-Gmeiner Berufskolleg

Wir verstehen Schule als Ort der Orientierung, Stärkung und aktiven Beteiligung. Unsere Kernaufgabe ist es, Anschlussperspektiven zu eröffnen – gerade auch für die, die ihren Weg in die berufliche Teilhabe suchen.

Christian Graack
Schulleiter – Mercator Berufskolleg